Herzlichen Glückwunsch Grundgesetz!

Herzlichen Glückwunsch Grundgesetz!

70 Jahre Gleichberechtigung?

Alle Feiern!

Hach, wir kommen aus dem Feiern hierzulande nicht mehr raus, oder? Letztes Jahr feierten wir 100 Jahre Frauenwahlrecht und mit heutigem Tag ist unser Grundgesetz 70 Jahre alt geworden. Herzlichen Glückwunsch!

Alle Feiern?

Vieles ist so selbstverständlich für uns: Demokratie, Menschenwürde, Innere Sicherheit, Freiheit, Kommunikationsfreiheit und Gleichberechtigung, um nur einige Werte zu nennen.

Dabei war es ein beschwerlicher Weg, bis der Satz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ in den Artikel 3 aufgenommen wurde. Wir haben dies der Kraft, Zuversicht und Beharrlichkeit einer Frau zu verdanken: Die Sozialdemokratin Elisabeth Selbert, die Anwältin für Scheidungsrecht war, mobilisierte die Öffentlichkeit und Frauenverbände und sorgte somit dafür, dass die Gleichberechtigung von Mann und Frau im Grundgesetz festgeschrieben wurde. Denn dies war bei der Konzeption des Grundgesetzes nicht von vorneherein ausgemacht. Zwar hatte bereits die Weimarer Verfassung Männern und Frauen gleiche Rechte zugebilligt, doch im Alltag kam die Ehefrau häufig viel zu kurz: Nach Bürgerlichem Gesetzbuch war eine Frau verpflichtet, im Betrieb des Mannes mitzuarbeiten, ohne jedoch am Gewinn beteiligt zu sein. Bei einer Scheidung ging die Frau meist leer aus. Das Familienrecht galt als überkommen, doch es sollten noch viele Jahre oder Jahrzehnte vergehen, ehe von einer echten Gleichberechtigung von Mann und Frau gesprochen werden konnte.

So durfte eine Frau erstmals im Jahr 1962 ein eigenes Bankkonto eröffnen und erst 1977 ohne Zustimmung des Mannes ein Arbeitsverhältnis beginnen. Noch bis 1997 galt sexuelle Gewalt in der Ehe höchstens als Körperverletzung oder Nötigung, erst danach wurde die Vergewaltigung in der Ehe strafrechtlich relevant.

1980 wurde gesetzlich verankert, dass Frauen und Männer das gleiche Geld für die gleiche Arbeit erhalten. Noch heute, fast 40 Jahre später, herrscht in Deutschland ein Lohndelta, der Gender Pay Gap, in Höhe von 21% zwischen Männern und Frauen (der bereinigter Gender Gap liegt bei 6% lt. offizieller Statistik des Statistischen Bundesamtes).

2004 schaffte es erstmals eine Frau in den Vorstand eines DAX-30–Unternehmens und ein Jahr später, 2005 zog mit Angela Merkel die erste Frau als Kanzlerin ins Bundeskanzleramt ein.

 

70 Jahre Gleichberechtigung?

Ein Blick zurück auf die Meilensteine der letzten 70 Jahre

Art. 3 Abs. 2: Gleiche Rechte

Gleichberechtigung im Grundgesetz

Eigenes Bankkonto

Frauen dürfen ein eigenes Bankkonto eröffnen

Selbstbestimmt Arbeiten

Arbeitsverhältnis ohne Zustimmung des Ehemannes

Gleiches geld, Gleiche Arbeit

Gleiches Geld für Geliche Arbeit

Erste Frau im Dax-Vorstand

Bunt in der Männerwelt.

Erste Kanzlerin

Angela Merkel wird Bundeskanzlerin

Und heute?

Es ist durchwachsen. Wir diskutieren über die im Jahr 2015 eingeführte Frauenquote. Ziel war, dass  börsennotierte Unternehmen in Deutschland ab 2016 einen Frauenanteil in Höhe von 30% im Aufsichtsrat aufweisen bzw. sich ein freiwilliges Ziel setzen.

Was nun?

Noch mehr Druck und Vorschriften durch den Gesetzgeber aufbauen? Das ist das falsche Signal. Die Unternehmen müssten mehr Anreizsysteme schaffen, um Frauen gezielt bis an die Spitze zu entwickeln.

Doch mit dem Finger auf Andere zu zeigen und die passive Haltung des Forderns einzunehmen ist das Eine. Das Andere und damit nachhaltig Wirkungsvollere wäre, mal aus der Opferrolle auszubrechen, den Mut zu entwickeln, einen steinigen Weg einzuschlagen, sich in den Entscheidungsprozessen im Unternehmen einzubringen, den Mund aufzumachen und zu den eigenen Leistungen zu stehen und diese besser zu vermarkten.

Mit dem Berufseinstieg fängt es an.

Viele Frauen haben ein negatives Selbstbild und erwarten ein wesentlich niedrigeres Einstiegsgehalt als männliche Bewerber; im Schnitt geben sie sich mit 15% weniger Gehalt zufrieden als die Männer. Dies wirkt sich entscheidend auf den weiteren Verlauf der Karriere aus. Oft fehlt Frauen eine realistische Einschätzung des „richtigen“ Gehalts und das nötige Selbstwertgefühl und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, dieses einzufordern. Zudem fragen sie im Verlauf ihres beruflichen Werdegangs seltener nach Gehaltsanpassungen und gehen erst gar nicht in die Gehaltsverhandlung.

 

Das ist für jeden Arbeitgeber denkbar angenehm: Frauen sind mit weniger Gehalt zufrieden, verhandeln den Gehaltsvorschlag nicht nach, arbeiten meist mehr und funktionieren vor sich hin. Dies zeigen Untersuchungen, Befragungen, Statistiken und meine Erfahrung aus der Praxis mit mittlerweile weit über 1000 Frauen, mit denen ich im Bereich der Gehaltsverhandlung arbeiten durfte.

Dabei geht es nicht einfach nur um „mehr Geld“, es geht um den eigenen Wert, den ich mir als Frau zugestehe, den ich im Job einbringe und für den ich einstehe. Es ist eine Frage der Wertschätzung, die ich mir selbst entgegenbringe. Schätze ich mich und stimmt mein Selbstbild, kann ich auch von außen Wertschätzung  erhalten und entgegen nehmen.

Mit den/m richtigen Netzwerken geht es weiter.

Leider tun sich Frauen verdammt schwer damit, tragende Netzwerke aufzubauen und zu halten. Sicher hilft ein Blick auf verhaltensbiologische und sozialisierte Prägungen und Muster, um nachzuvollziehen, was ich damit meine. Ich habe es selbst oft genug erlebt, dass Frauen sich gegenseitig in Grund und Boden kritisieren anstatt sich gegenseitig zu unterstützen. Sobald eine andere Frau „im Ring“ auftaucht, geht es los: „Ist sie hübscher, klüger, besser als ich?“ Und schon geht der Groll los. „Ich will hier die Einzige sein, diese Konkurrenz muss weg.“

Klingt übertrieben?

Ich lade die Frauen, die jetzt beim Lesen ungläubig ihre Stirn runzeln oder den Kopf schütteln, ein: Gehen Sie einmal in sich und lassen Sie die Erfahrungen mit Kolleginnen revue passieren. Mit Sicherheit ist da sowas wie die in Studien nachgewiesene „Stutenbissigkeit“ dabei gewesen. Aber, keine Sorge: daran lässt sich arbeiten, hat dies schließlich oft Ursachen im mangelnden Selbstwert und Selbstvertrauen. Zurück zum Netzwerken: Häufig erlebe ich Fraueninitiativen, die ganz stark und „weltverbesserisch“ starten, um sich schließlich im „Klein-Klein“ und in Endloss-Diskussionen zu verlieren, statt Ergebnisse zu bringen. Oft entsteht im Frauennetzwerk so ein „Ich-muss-jetzt-netzwerken-Gefühl“ und die Atmosphäre wirkt meist angespannt. Die Männer gehen da anders vor. Sie gehen abends gemeinsam in die Kneipe oder auf den Golfplatz. Das bedeutet, sie verbinden das Angenehme mit dem Nützlichen. Hauptaugenmerk liegt auf dem gemeinsamen Hobby, dem, was verbindet. Da kommt das Geschäftliche nebenher von ganz allein, weil man sich kennt, einander vertraut und weiß, wie der andere auch in Krisensituationen (zB. schlechtes Spiel) tickt.

70 Jahre Grundgesetz:
Die Gleichberechtigung ist ausbaufähig.

Liebe Frauen, wir haben es in der Hand. Wir können heute frei wählen, welchen Weg wir gehen wollen. Ja, Konsequenzen hat unsere Entscheidung immer. Wenn wir etwas ändern und bewegen wollen, müssen wir zunächst die gegebenen Regeln akzeptieren und uns dorthin bewegen, wo wir die Regeln maßgeblich beeinflussen können. Wir dürfen und sollten uns zutrauen, eigene Wege zu gehen, die Komfortzone zu verlassen, genauso, wie es die Vorreiterinnen auf dem Weg zur Gleichberechtigung von Mann und Frau getan haben. Sie verbannten das Korsett, zogen sich Herrenhosen an, gingen auf die Straße und ertrugen Anfeindungen. Aber bitte, liebe Frauen, wenn ich mir auf einer Job- und Karrieremesse von einer Frau anhören muss, dass sie in ihrem Job in einem größeren Konzern nie wieder einen Rock (mindestens knielang) trägt, weil sie „dumme Sprüche“ von den männlichen Kollegen leid war, dann ist das der falsche Weg. Denn damit gibt sie den männlichen Kollegen das Zepter zurück und zeigt ihnen, dass sie mit „dummen Sprüchen“ weiterhin Einfluss nehmen können.

Wie frau mit solchen Situationen souverän umgeht, an der eigenen Wertschätzung arbeitet, ein gesundes Selbstbild aufbaut und top vorbereitet und mit sicherer Haltung in die nächste Gehaltsverhandlung  geht, könnt Ihr gerne erfahren. Ich freue mich auf Eure Kontaktaufnahme.

 

Eure Susan

10 Jahre… Sabine’s Rückblick

10 Jahre und kein bisschen leise, im Gegenteil:

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Mit Firmen ist es wie mit einem guten Wein oder Käse:
Der Reifeprozess unterstützt den Geschmack und die Farbe, er wird vollmundiger über die Jahre und gewinnt an Profil – solange die Qualität stimmt.

 

Als Steffen Moldenhauer im Oktober 2009 MOLDENHAUER & PARTNER gründete, hatte er ein klares Ziel vor Augen:
Er wollte seine umfangreichen Erfahrungen und sein breitgefächertes Know-How einem breiten Publikum an Klein- und Mittelständischen Unternehmen zur Verfügung zu stellen.

 

Raus aus der Enge der Konzerne, den ermüdenden politischen Friktionen und endlich frei und kreativ als Unternehmer im Sinne und für den Kunden zu agieren, mit einem klaren Fokus auf die handelnden Menschen.

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10 Jahre und kein bisschen leise, im Gegenteil:
< ENTER > FUTURE, mit einem stetig wachsenden Team von Gleichgesinnten
und einer sich verbreiternden Branchenerfahrung und –expertise.

Ich unterstützte ihn in den Anfängen im Netzwerken und Kontakte erschließen, dem Erstellen von Marketingunterlagen, etc. und es war ein mühsames Geschäft. Der Wind blies uns gewaltig ins Gesicht und die Böen trieben uns durch die Wellentäler: die Masse fehlte, der Unterbau – sprich Mann / Frau als Einzelkämpfer, nicht zu einer großen Organisation gehörend, in einem gesellschaftlichen Umfeld, das erst einmal beobachtet und zurückhaltend reagiert. Frei nach dem Motto: Beweise erstmal, dass Du die ersten 3 Jahre überstehst.

Nach nun 10 Jahren ist die Haut mittlerweile gegerbt, die Haare grauer und länger, sicherlich auch aufgrund der gemachten guten aber auch durchaus existenzgefährdenden Erfahrungen: Er ist immer wieder aufgestanden, hat sich geschüttelt und ist weitermarschiert. Ein echter Unternehmer eben – Risiko- und Entscheidungsfreudig – ausprobierend und wenn es nicht klappt, dann einen neuen Weg gehend.

Und das macht ihn und STRATEGY PIRATES® aus:
Mutig nach vorne zu gehen, keine Angst vor Gegenwind und Scheitern zu haben.
Das alles schärft nur das Profil.

Sabine Moldenhauer

Sabine Moldenhauer

STRATEGY PIRATE® & EXECUTIVE COACH

Sabine hat die Entwicklung von Anfang an mit begleitet und die Up’s und Down’s miterlebt.

Nach ihrer langjährigen Karriere in der Finanzdienstleistungsindustrie ist sie mittlerweile für diverse Kunden und Branchen im Projekt- und Change-Management als STRATEGY PIRATE® aktiv.

Das gilt aber nicht nur für ihn und uns, das Team der STRATEGY PIRATES®, sondern kommt zum Einsatz für unsere Kunden:

Sie haben verlässliche und verbindliche Partner an der Seite, die mit sehr vielen unterschiedlichen Wassern geduscht und gewaschen wurden, alle sind wir mindestens einmal Kiel geholt worden:
Alle sind wir wiederaufgetaucht, haben uns geschüttelt, reflektiert, aufgearbeitet und etwas Neues daraus entstehen lassen.

So ist im Laufe der Zeit ein großer Baukasten an klassischen und agilen Werkzeugen entstanden, angereichert mit kreativen und methodischen selbst entwickelten neuen Tools, die modular und flexibel von uns eingesetzt werden – immer am Bedarf des Kunden orientiert und was dieser und seine Organisation zu welchem Zeitpunkt vertragen kann.

Und heute? Heute sind wir glücklich geschieden und ich bin als Freiberuflerin und Freibeuterin mit an Bord, denn die STRATEGY PIRATES® stehen für kreative Freiheit, ein demokratisches Miteinander, ein neugieriges und wohlwollendes Füreinander, konstruktives und nach vorne gerichtetes Miteinander ohne jegliche Starallüren. Leben und leben lassen –  das alles auf Augenhöhe – und immer mit und für unsere Kunden.

Das hört sich jetzt wie eine Liebeserklärung an: Ist es auch – es ist eine Liebeserklärung an das was ich tue und mit wem ich es tun darf – den STRATEGY PIRATES® und unserem unerschrockenen, visionären und sehr empathischen Kapitän.

 

Lieber Steffen, allzeit genug Wasser unterm Kiel.

< ENTER > ZUKUNFT. Wir sind schon mitten drin.

Schlagwort: Rückblick